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Kategorie: Blu-ray Film
20.10.2015

Filmrezension: Wolkig, mit Aussicht auf Fleischbällchen 2D (Sony Pictures)

Wolkig, mit Aussicht auf Fleischbällchen 2D

2125
Timo Wolters
Timo Wolters

Wie fantastisch wäre es, wenn Essen auf Bestellung vom Himmel fiel …?

Heiter bis Hamburger 



Flint war schon immer ein aufgeweckter Junge. Leider aber auch ein belächelter Außenseiter.
Eines Tages jedoch gelingt es ihm, eine Maschine zu entwickeln, die Wasser in Essen umwandeln kann. Der erste Außeneinsatz wird zwar zum absoluten Desaster, jedoch regnet es in der Tat kurz darauf Cheeseburger. Flint wird zum Stadtgespräch und auch die junge Wetterfee-Praktikantin Sam wittert eine heiße Story. Sam wird zum Star und die beiden verlieben sich. Doch permanent regnendes Fastfood ist auf Dauer gar kein Segen, denn die ersten Essensunwetter verkünden nichts Gutes. Als dann ein gigantischer Essensberg die Stadt zu erdrücken droht, hängt die Zukunft auch von den PC-Künsten von Flints Vater ab. Der weiß aber noch nicht einmal, wie man eine Computermaus über den Bildschirm wandern lässt … Zwar liefert „Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen“ nicht die Storytiefe wie die Konkurrenten aus dem Hause Pixar, die Figuren wachsen einem dennoch ans Herz. Vor allem der überdrehte Stadtpolizist Earl ist für einige Lacher gut. Die universelle Botschaft ist auch für kleinere Kinder gut verständlich, wobei für diese der recht düstere und teils bizarre Showdown nicht immer geeignet ist. Da wir zum Redaktionsschluss leider nur einige Ausschnitte der 3D-Version zu Gesicht bekamen, können wir deren Qualität nicht final beurteilen. Jedoch machten diese Einblicke wirklich Spaß und auf zwei unterschiedlichen Displays waren auch keine Doppelkonturen zu sehen. Das regnende Essen jedenfalls vermittelte in 3D eine erstaunliche Tiefe. In der nächsten Ausgabe der HEIMKINO wird es eine umfangreichere Betrachtung der 3D-Variante geben.

Bild und Ton


Das Bild der Blu-ray ist, wie es sich für einen Animationsfilm gehört, absolut herausragend. Die Farben sind kräftig, die Bildruhe ist ausgezeichnet und die Kontrastgebung passt perfekt zur Szenerie. Hier und da ist die Schärfe im Vordergrund etwas weicher, als man es von Referenzkandidaten wie „Monster AG“ kennt, aber das ist Meckern auf extrem hohem Niveau. Der Ton vermag die optischen Gimmicks des Films wunderbar atmosphärisch rüberzubringen. Wenn Flint und Sam im Wackelpudding herumspringen wie Kinder, drückt der Subwoofer nachhaltig, und im gigantischen Essensphänomen ist akustisch eine Menge los – nicht ganz so druckvoll wie bei „Monster und Aliens“, aber immer noch demonstrationswürdig.

Extras


Neben Features über die Synchronsprecher und die Dreharbeiten warten zwei erweiterte Szenen und Konzeptzeichnungen auf den Zuschauer. Dazu gesellt sich ein munterer Audiokommentar, ein triviales Essensschlachtspiel und der Splat-Modus, bei dem man mit einem Zielkreuz den Bildschirm mit Essen bewerfen kann – hier wäre mehr drin gewesen.

Fazit

Trotz der etwas naiven Anti-Fast-Food- und Pro-Familien-Botschaft unterhält „Wolkig“ recht gut. Vor allem Nerds wird es freuen, dass sie endlich mal im Mittelpunkt stehen.
Wolkig, mit Aussicht auf Fleischbällchen 2D (Sony Pictures)

4.0 von 5 Sternen

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