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Kategorie: Blu-ray-Player
20.10.2015

Einzeltest: Pioneer UDP-LX500

UDP-LX500 – audiophiler Player von Pioneer

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Thomas Johannsen
Thomas Johannsen

Eigentlich sollte man meinen, der Markt für UHD-Player sei überschaubar, gerade im hochpreisigen High-End-Segment. Offenbar sehen jedoch viele Hersteller den Abgang des Platzhirsches Oppo aus diesem Segment als Chance, dem betuchten Kunden ihr eigenes Verständnis von einem High-End-Player nahezubringen.

Pioneer hat sein Hauptaugenmerk schon seit einigen Jahren auf den guten Ton gelegt, deshalb ist der neue UDP-LX500 so, wie er ist.Der Bolide von Pioneer, bei seinem Kampfgewicht von über 10 Kilo darf man ihn so nennen, hinterlässt doch einen etwas zwiespältigen Eindruck     

Ausnahmslos


An Silberscheiben nimmt der Pioneer so gut wie alles, was ihm auf das satt laufende Tray gelegt wird, neben SACDs gibt er auch DVD-Audio wieder. Diese Offenheit setzt sich bei der Zufuhr von unterschiedlichsten Datenformaten per USB-Schnittstelle fort; sämtliche Audioformate auf unserem Teststick spielt er unverzüglich ab, bis auf die WMA-lossless-Datei, die spielte allerdings bislang kaum eines der Testgeräte ab. Auch die diversen Videoformate, die wir unseren Testgeräten anbieten, spielt der UDP-LX500 fast ausnahmslos ab, lediglich mit dem mittlerweile recht seltenen XVID-Format kann er nichts anfangen.      

Strenge Prioritäten


Der Pioneer ist halt ein ausgesprochener Universalplayer, wenngleich er weder über einen direkten Zugriff auf Netflix, Youtube oder andere Anbieter verfügt noch ein Browser integriert ist. Aus gutem Grund, dafür sind bei Pioneer andere Geräte zuständig. Auch auf ein WLANModul wurde ausdrücklich verzichtet, zu viel hochfrequentes Störpotenzial für die sensiblen Audiosignale, denen, das lässt sich kaum leugnen, der UDP-LX500 seine größte Aufmerksamkeit schenkt. Beim Blick unter die solide Haube zeigt sich ein aufgeräumter Aufbau; das Innere ist klar in drei Gruppen gegliedert: Links im Gehäuse breitet sich das Netzteil aus, rechts nimmt die Audio-Abteilung nicht weniger Platz ein – der rein analoge Teil versteht sich – in der Mitte ist vorn das massive, mechanisch entkoppelte Laufwerk, dahinter die Digitalplatine mit den Wandlern für Video und Audio. Es versteht sich eigentlich von selbst, dass selbst diese beiden hermetisch von allen Störeinflüssen abgeschirmt sind. Diese baulichen Maßnahmen machen einen Teil des beachtlichen Betriebsgewichts aus, allerdings verfügt der Pioneer außerdem über einen doppelten Boden, nicht um womöglich etwas zu kaschieren, vielmehr um das Gerät mechanisch zusätzlich ruhig zu stellen. Deshalb ist die typische Wabenstruktur in die innere Platte gestanzt. Dasselbe gilt für das Laufwerk, das komplett gekapselt ist und so satt und souverän die Disc einzieht, dass es ein wahrer Genuss ist, ihr dabei zuzuschauen – das Ganze strahlt eine schier unerschütterliche Ruhe aus. Das tut auch das Menü; zumindest mit der aktuellen Firmware liegt es hier mit einer flüssigen Arbeit an einigen Stellen noch etwas im Argen, was umso verwunderlicher ist, denn die Oberfläche ist schlank und spartanisch, das sollte flüssiger laufen.     

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Preis: um 1000 Euro

Pioneer UDP-LX500

Referenzklasse

4.5 von 5 Sternen

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