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Kategorie: Beamer
20.10.2015

Einzeltest: Epson EH-TW6000W

Funkgerät

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Timo Wolters
Timo Wolters

Im letzten Jahr noch mit einer rein zweidimensionalen Produktpalette, legt Epson nun mit insgesamt fünf 3D-fähigen Heimkinobeamern nach. HEIMKINO hat mit dem EH-TW6000W nun den ersten im Test.

Streng genommen bietet Epson drei Linien, die allesamt 3D beherrschen. Angefangen vom Einsteigergerät, dem EH-TW5900 über den EH-TW6000 bis hin zum EH-TW9000. Die letzten beiden differenzieren sich noch in TW6000W und TW9000W. Damit wird nicht nur auf die andere Gehäusefarbe (nämlich weiß) hingewiesen, sondern auch auf eine ganz besonders spannende Neuerung im Bereich der Heimkinobeamer.

Projektor und Technik



Das „W“ steht nämlich auch für „Wireless HD“ und somit für ein absolutes Alleinstellungsmerkmal dieser Epson-Beamer. Sowohl der EH-TW6000W, als auch der TW9000W sind fähig, HDMI-Signale per Wireless-Transmitter über Funk zu empfangen. Dafür liegt unserem Testgerät ein entsprechender Sender bei, der unauffällig in der Nähe des Blu-ray-Wiedergabegerätes oder der Schaltzentrale Receiver platziert werden kann, dort per HDMI mit dem Quellgerät verbunden wird und dann per Funk die Signale unkomprimiert bis hoch zu 1080p/60 überträgt. Eine offizielle Angabe, wie groß die Distanz zwischen Sender und Projektor sein darf, konnten wir nicht bekommen. Wie weit das in der Praxis funktioniert, wird unser Test zeigen. Um der höheren benötigten Helligkeit im 3D-Modus Rechnung zu tragen, wurde die Lampenleistung beim TW6000 ausgehend vom TW5500 um 30 Watt auf 230 Watt gesteigert. Laut Epson stehen mit dieser Ausstattung 40.000:1 Maximalkontrast und 2.200 Lumen maximale Helligkeit zur Verfügung. Die 3D-Wiedergabe selbst ist möglich, weil Epson seine neuen D9-Panels implementiert hat, die schon im Panasonic PT-AT5000E zum Einsatz kommen. War man bisher der Annahme, dass LCD-Panels nicht genug Geschwindigkeit aufbringen, um jedes Auge mit der entsprechenden Anzahl von Bildern im 3D-Betrieb zu versorgen, sind die D9-Chips mit 240 Hz nun schnell genug. Auch beim TW6000 kommt der technische Trick zum Tragen, dass die Panels keine Voll-, sondern Halbbilder an die Shutterbrille entsenden. Es werden also nacheinander die geraden und ungeraden Zeilen projiziert. Aufgrund der hohen Geschwindigkeit stehen diese allerdings wie ein progressiv dargestelltes Vollbild sofort und ohne für das Auge wahrnehmbare Interlacing-Artefakte. Bild 1 steht dann bei 1080p/60 Hz auf jedem Auge jeweils zweimal mit dem Inhalt der ungeraden und zweimal mit dem Inhalt der geraden Zeile. Insgesamt werden also acht Einzelbilder über die Shutterbrille an beide Augen weitergegeben, was bei 60-Hz-3D insgesamt 480 Hz entspricht. Der Vorteil dieser Technik liegt auf der Hand: Trotz Shutterbrillen wird die Phase des Schwarzbildes deutlich verkürzt – etwaiges Flackern wird reduziert und die Helligkeit erhöht. Um seine 3D-Fähigkeit auch im Gamingbereich zu demonstrieren, hat man dem EH-TW6000 zudem zwei Lautsprecher spendiert und die Möglichkeit des Splitscreens gegeben. Ab Werk liegen dem Beamer zwei Shutterbrillen bei, optionale weitere kosten 85 Euro pro Stück. Die Optik des EH-TW6000 ist nicht mehr ganz so flexibel wie die der bisherigen Heimkinobeamer des Herstellers. Das 1,6-fach-Zoom bietet vor allem kein Lens-Shift mehr.

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Preis: um 1800 Euro

Epson EH-TW6000W

Spitzenklasse


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