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Kategorie: Beamer
20.10.2015

Einzeltest: Casio XJ-A230

Lasershow

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Timo Wolters
Timo Wolters

Es kommt selten genug vor, dass ein Projektor-Hersteller mit einer vollkommen neuartigen Technik auf den Markt kommt. Ist dies der Fall, lohnt es sich selbstverständlich etwas genauer hinzusehen – selbst wenn der Beamer an sich nicht primär auf die Heimkino-Klientel schielt.

Mit seiner XJ-A-Reihe präsentierte Casio vor einigen Monaten eine ganz neue Kombination von Lichttechnik. Im Inneren dieser vor allem auf den Präsentationssektor abzielenden Geräte werkelt keine herkömmliche UHP-Lampe, sondern eine Kombination aus Laser und LED. Wie das geht und vor allem, wie das auf der Leinwand aussieht, klärt der folgende Test.

Projektor und Technik


Von außen betrachtet fällt der Casio zunächst durch seine extrem schmale Bauweise auf. Lediglich 4,3 cm misst der XJ-A230 in der Höhe und sein Objektiv wirkt geradezu winzig. Umso erstaunlicher, dass es mit einem 2-fach-Zoom ausgestattet ist und Zoom sowie Fokus elektrisch bedienbar sind. Noch viel erstaunlicher ist, dass aus diesem ultrakompakten und mit 2,3 kg extrem leichten Gerät gar 2000 Lumen kommen sollen – wie kann das funktionieren? Im Inneren des Casio arbeitet wie erwähnt keine herkömmliche UHP-Lampe, sondern eine Hybrid-Technik aus LED und Laser. Während LED-Beamer mit hoher Lichtausbeute bisher noch sehr teuer sind, schafft es Casio durch diese Vermischung zweier Technologien, einerseits die Kosten günstig zu halten und andererseits eine respektable Lichtleistung zu generieren. Vom Aufbau her ist das Ganze erfreulich simpel gehalten, man könnte sagen: „einfach genial“: Um auf die drei benötigten Grundfarben Rot, Grün und Blau zu kommen, besitzt der Casio eine rote LED und eine Lasereinheit, die nur blaues Licht abgibt. Wo ist das Grün?, fragt man sich nun zu Recht. Nun, im Lichtweg des blauen Laserstrahls befindet sich noch eine Art Farbrad. Allerdings ist dieses nicht mit den drei Grundfarben Rot, Grün und Blau ausgestattet, sondern mit einem Phosphorring, der bis auf einen kleinen durchsichtigen Bereich das Farbrad bedeckt. Trifft das blaue Laserlicht auf das durchsichtige Fenster, wird es unverändert in den Lichtkanal weitergeleitet. Trifft es jedoch auf den Phosphorrand, verändert dieser das Licht von Blau nach Grün. Alle drei Farben werden dann über licht- bzw. halbdurchlässige Spiegel im Lichtkanal in den finalen Lichtweg geleitet, wo sie, DLP-typisch, sequenziell über die Optik dargestellt werden – so einfach kann es gehen. Die von LEDs typische lange Laufzeit soll auch die Lasereinheit einhalten, so dass der Hersteller die Lichtquellen des Beamers mit 20.000 Stunden Haltbarkeit angibt. Etwas konservativ und beschränkt zeigt sich lediglich die Anschlusssektion des Beamers, die zwar einen HDMI-Input bereithält, jedoch ansonsten nur noch einen RGB-mini-D-Sub-Anschluss (über den auch Komponentensignale zugeführt werden können) und eine 3,5-mm-Klinkenbuchse, die sowohl als Audio- als auch als Composite- Videoeingang fungiert.

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Preis: um 1010 Euro

Casio XJ-A230

Oberklasse


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