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Kategorie: Beamer
20.10.2015

Einzeltest: BenQ W1720

BenQ W1720 – günstiger Beamer, werksseitig kalibriert

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Thomas Johannsen
Thomas Johannsen

Der überaus erfolgreiche BenQ W1700 hat einen Nachfolger bekommen, zumindest nominell; mit dem neuen W1720 hat man bei BenQ nunmehr die Preismarke noch weiter in Richtung 1.000-Euro-Marke abgesenkt.

Dabei ist der W1720 gegenüber dem W1700 nur geringfügig abgespeckt, im Gegenzug profitiert er sogar vom Technologie-Transfer aus der Spitzenklasse.Wie in der Automobilbranche gehört es auch bei den Beamer- Herstellern zum guten Ton, technische Errungenschaften aus den oberen Preissegmenten nach unten durchzureichen, zumindest nach einiger Zeit. Diese beträgt im Falle der werksseitigen Kalibrierung, die der W1720 quasi vom W2700 übernommen hat, nur wenige Monate. Folgerichtig wird der W1720 nicht nur auf den Normfarbraum BT.709 kalibriert ausgeliefert, es liegt sogar der originale Messschrieb bei, ganz wie beim W2700, den wir in der vorletzten Ausgabe zum Testen hatten. Welche Auswirkungen das auf die Bildqualität hat, werden wir später noch feststellen, vorerst geht’s an die Sparmaßnahmen, die offensichtlichen und die versteckten.  

Eindeutiger Schwerpunkt


Im Grunde handelt es sich beim W1720 nämlich tatsächlich eher um eine abgespeckte Version des W1700; der immerhin über eine Optik mit 1,2-fachem Zoom verfügt, die auf eine Entfernung zwischen knapp drei und dreieinhalb Metern von der Leinwand noch eine Bildbreite von zwei Metern projizieren kann. Ansonsten findet das gleiche Chassis Verwendung, und der geringeren Lichtleistung auf dem Papier zum Trotz auch die gleiche Lampe. Den Lichtweg des W1720 hat man aber optimiert, sodass wir sogar eine etwas höhere Lichtausbeute messen konnten, bei etwa gleichbleibendem Schwarzwert. Damit erreicht der W1720 einen sichtbar höheren Kontrast als der W1700, eine wirklich gelungene Sparmaßnahme also. Die noch dazu die Freunde des dreidimensionalen Kinobildes frohlocken lässt, denn selbstverständlich kann der W1720 auch 3D-Inhalte wiedergeben, dank der höheren Lichtausbeute sogar etwas heller als der W1700. Eine entsprechende Brille liegt wegen des knappen Budgets nicht bei und muss bei Bedarf zusätzlich erworben werden. Wirklich gespart hat man dann wiederum bei der HDR-Performance; bietet der W1700 noch ein recht differenziertes Feintuning bei der Wiedergabe von HDR-Inhalten, so setzt der W1720 einfach die werksseitig festgelegten Einstellungen. Das trifft nicht unbedingt jeden Geschmack und wird auch nicht jeder Produktion gerecht, dann lässt sich das Bild auch auf SDR zurückstufen, was unter Umständen das natürlichere Bildergebnis liefert.  
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Preis: um 1250 Euro

BenQ W1720

Spitzenklasse

4.0 von 5 Sternen

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