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Kategorie: Beamer
20.10.2015

Einzeltest: BenQ W1300

Der Blitzstarter

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Thomas Johannsen
Thomas Johannsen

Der W1300 von BenQ könnte laut Datenblatt ein optimierter Bruder des W1070 sein, er hätte dann einige Facelifts erfahren, greift zudem etwas tiefer ins Budget. Wir wollten wissen, was er aus den guten Grundlagen des 1070 herausholt, und wie sich der Aufpreis von rund 300 Euro rechtfertigen lässt.

 Der W1300 soll die gleiche Lichtausbeute sowie das gleiche Kontrastverhältnis aufweisen wie der 1070er. Die Optik verfügt allerdings nun über einen 1,5-fachen Zoom im Gegensatz zu 1,3-fach und bietet damit noch mehr Freiheit bei der Aufstellung des Beamers. Der Zoom läuft recht satt, daneben gibt es eine manuelle Fokussierung sowie einen Lensshift. Die Fokuseinstellung ist tatsächlich etwas schwergängig. Die Mühe lohnt indes, eine akkurate Schärfekorrektur der Optik quittiert der BenQ mit einem Bild, das mit seiner scharfen Darstellung bis in die Ränder hinein überzeugt. Vorausgesetzt, Lensshift und Trapez-Korrektur sind penibel eingestellt. Rückseitig wartet der W1300 mit allem auf, was einem universellen Einsatz zugutekommt; neben den beiden HDMI-Schnittstellen gibt es die wichtigsten Analog-Anschlüsse sowie eine VGA-Schnittstelle. 

Setup und Bildqualität


Der W1300 bietet umfangreiche Setup-Möglichkeiten. Das Menü ist ein wenig umständlich, da man während des Feintunings in den Tiefen des Farbmanagements häufig zwischen den einzelnen Einstellungen hin und her wechseln muss. Als Presets gibt es neben dem Standard-, dem Dynamic und dem Cinema-Modus auch zwei User-Plätze. Ist der ISF-Mode aktiviert, steht zusätzlich ein entsprechendes Nacht- und ein Tag-Preset zur Verfügung. Bereits nach dem Auspacken verwöhnt der BenQ allerdings schon mit hervorragenden Werten. Der Farbraum ist nahezu perfekt abgedeckt; lediglich die Farbtemperatur liegt mit über 6900 Kelvin etwas hoch, was allerdings Geschmackssache ist. Des Weiteren weicht das Gamma leicht von den Sollwerten ab. Ein Reset im Menü der Farbeinstellungen bringt zumindest den Gamma-Wert auf Spur, belässt allerdings die Farbtemperatur weiterhin bei 6900 Kelvin. Wem das zu kühl ist, der deaktiviere die „Brilliant-Color“-Settings im Farbmanagement; nun sinkt die Farbtemperatur und liegt sogar unter den geforderten 6500 Kelvin. Der Gamma-Wert liegt immer noch perfekt auf Spur und die Farbabweichungen sind ebenfalls deutlich geringer. An der perfekten Abbildung des Farbraumes hat sich kaum etwas geändert. Die Lichtausbeute im Eco-Modus liegt mit knapp über 1300 Lumen im wohnzimmertauglichen Bereich, zudem wird die Leinwand schön gleichmäßig ausgeleuchtet – noch zwei Vorteile gegenüber dem alten 1070er. Im Pixel-Zähl-Modus, also mit der Nase nur wenige Zentimeter vor der Leinwand, sind im Gitter-Testbild minimale chromatische Aberrationen in Form von blauen Farbsäumen auszumachen, die ab einer Entfernung von 1,5 Metern nicht mehr sichtbar sind und ohnehin bei der Wiedergabe von Bewegtbildern keine Rolle spielen. 

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Preis: um 1200 Euro

BenQ W1300

Oberklasse

4.0 von 5 Sternen

-

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