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Kategorie: Beamer
20.10.2015

Einzeltest: BenQ TK850

Kino im Wohnzimmer

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Thomas Johannsen
Thomas Johannsen

Anders als die Bezeichnung vermuten lässt, handelt es sich beim TK850 von BenQ nicht um ein Nachfolge- oder Stepup-Modell des TK800. Zwar hat auch der neue TK850 den beliebten Bildmodus „Sport“, er soll darüberhinaus aber auch dem   Spielfilm nach der Sportschau gerecht werden, in 4k und mit ordentlicher HDR-Performance, versteht sich.

Das ist umso wichtiger, als dass in diesem Jahr sämtliche sportlichen Großereignisse vorläufig auf Eis liegen. Für uns war das ein Grund mehr, die Spielfilm-Qualitäten des TK850 unter die Lupe zu nehmen.Dabei kommt der TK850 tatsächlich ebenso wohnzimmerfreundlich daher, wie sein Vorbild: Das Gehäuse ist selbstredend in weiß, so dass es weder an der Wand noch unter der Decke besonders auffallen wird. Vorn sorgt eine Blende aus blau schimmerndem, gebürsteten Aluminium für einen frischen Auftritt. Die Rückseite wirkt ebenfalls sehr aufgeräumt, den größten Teil der Fläche nimmt hier die gelochte Abdeckung der beiden Lautsprecher in Anspruch. Beim Blick in die Spezifikationen staunten wir nicht schlecht, scheint doch der TK850 ein Verwandter des W2700 zu sein, einem Beamer mit hervorragenden Heimkino-Qualitäten. Von der Linse bis zur Lampe und darüber hinaus scheint die Verwandtschaft der beiden Geräte sehr eng zu sein, nur dass der TK850 einige Euro günstiger ist, und trotz gleicher Lampenleistung über eine höhere Lichtausbeute verfügt. Ganz offensichtlich hat man sich bei BenQ zur Aufgabe gemacht, den W2700  fit für den Einsatz im Wohnzimmer zu machen, nämlich dort, wo keine schweren, schwarzen Vorhänge und andere Maßnahmen für eine heimkinogerechte Verdunklung sorgen können oder sollen. 

Konsequenter Kompromiss

 
Wir erinnern uns; der W2700 hat eine hervorragende, ab Werk optimierte Farbwiedergabe, für den HDTV-Farbraum BT.709. Um auch den für UHD-Produktionen geforderten größeren Farbraum abdecken zu können, wird beim W2700 ein zusätzliches Filter in den Lichtweg geschwenkt, mit hervorragendem Ergebnis, aber nochmals reduzierter Lichtausbeute. Das ist nur im Heimkino oder im Wohnzimmerkino mit sehr guter Verdunklung möglich. Um auch im hellen Wohnzimmer mit brillanten Farben und vor allem hohen Kontrastwerten punkten zu können, verzichtet BenQ beim TK850 auf diesen zusätzlichen Filter, außerdem kommt ein Farbrad mit nur vier Segmenten (RGB und Weiß) zum Einsatz, womit die Lichtausbeute im Vergleich zum W2700 größer ist. Dieser verfügt mit seinem 6-SegmentFarbrad (RGBRGB) dagegen über eine höhere Farbtreue. Das Bildresultat finden Sie weiter unten im Absatz über die Bildqualität. Hier geht es erstmal um den Bedienkomfort und andere Qualitäten des TK850. 

Multimedia? Aber klar!

 
Auf der Rückseite des TK850 gibt es außer den üblichen HDMI-Buchsen noch eine USB-Buchse, die sogar mit „Media-Reader“ beschriftet ist. Hier können Sie entweder einen Stick oder eine externe Festplatte mit Videos, Fotos oder Audio-Daten einstöpseln. Wichtig ist, dass der Beamer in den Eingangs-Einstellungen auf Automatische Erkennung steht, ansonsten kann es durchaus sein, dass er die Daten auf dem Datenträger nicht ohne weiteres lesen kann. Wenn alles korrekt eingestellt ist, liest der TK850 so ziemlich alles was es an gängigen Videodateien gibt, bei Fotos beschränkt er sich auf solche im JPG, PNG und BMP Format. Dabei werden sie automatisch an die Auflösung und das  Seitenverhältnis angepasst, welches der Beamer in der Lage ist wieder zugeben. Der Ton wird entweder von den recht potenten eingebauten Lautsprechern übernommen, oder, was meist besser ist, von einer externen Box, idealerweise von einer Soundbar. Dann gelangt das Signal wahlweise über die digitale SPDIF- oder die analoge Klinken-Buchse. Der Ton lässt sich zudem entsprechend anpassen, hier hat uns insbesondere der Sport-Modus gefallen, da der BenQ den Trick beherrscht, den Kommentatoren trotz des üblichen Tumults im Stadion gebührend verständlich zu machen. Aber auch die anderen Presets, wie Musik, Film oder sogar der Gaming-Sound können sich durchaus hören lassen. 

Setup und Bildqualität

 
Der BenQ TK850 ist mit dem 1,3-fachen Zoom und dem vertikalen Lensshift ziemlich flexibel bei der Aufstellung, für eventuell erforderliches Feintuning verfügt er zudem über eine einfache Trapezkorrektur. Als besonderes Schmankerl lässt sich auch zu einem späteren Zeitpunkt die Bildgröße mit dem Zoom korrigieren, ohne dass Sie mit dem  Fokusregler zusätzlich die Schärfe nachführen müssen, das macht die aufwändige Optik des BenQ von ganz alleine. Bei der Ankunft in unserer Redaktion stand der BenQ im Sportmodus und zwar bei voller Lampenpower. Schon jetzt fällt die für Filme angenehme Farbtemperatur auf, die anschließende Messung ergibt dann mit knapp 6300 Kelvin auch eine fast normgerechte Einstellung. Der Weißwert stimmt also weitestgehend, bleibt noch die Abdeckung des Normfarbraumes. Hier wird der angestrebte BT.709 Farbraum für HDTV deutlich überdeckt, was völlig in Ordnung geht. Bedenklich sind allerdings eher die Farbabweichungen; ein DeltaE von etwa 17,8 ist eindeutig zu viel, auch die Gammakurve entspricht eher einer Geraden und ist mit dem Wert von 1,58 eher suboptimal. Der optische Eindruck ist dagegen ein knackiges Bild mit kräftigen Farben, also genau das  richtige für ein Sport-Event. Stellt man dann das Bild in den „Cinema“-Modus und die Lampe in den Eco-Betrieb, muss nur noch die Farbtemperatur auf normal stehen, dann liegt diese bei perfekten 6500 Kelvin, und zwar linear über sämtliche Helligkeitsstufen hinweg. Nur der Gammawert lässt sich auch nicht per Voreinstellung auf die gewünschten 2.2 bringen, sondern pendelt sich auf den Wert von 1.8 ein. Wird dem BenQ ein HDR-Signal zugeführt, stellt sich der Bildmodus automatisch darauf ein; der erweiterte Kino-Farbraum wird zu über 90% abgedeckt. Noch besser arbeitet die Gamma-Korrektur, die folgt nämlich hervorragend der geforderten PQ-Kurve. Damit liefert der TK850 eine hervorragende HDR-Performance. Im Menü lässt sich der Kontrast in jeweils zwei Stufen in Richtung heller oder dunkler an die räumlichen Lichtverhältnisse anpassen.

Fazit

Das hat geklappt! BenQ ist es gelungen, mit dem TK850 einen Beamer mit hervorragenden Ausgangsdaten fürs Heimkino perfekt an ein helles Wohnzimmer anzupassen. Der TK850 entwickelt selbst im hellen Wohnzimmer reichlich Helligkeit, einen hohen Kontrast und brillante Farben, damit stellen Fremd- und Streulicht kein Problem mehr dar.

Bezugsquellen
BenQ Quality Time
benq.de
Amazon
Visunext/Beamershop24

Preis: um 1600 Euro

BenQ TK850

Spitzenklasse

4.0 von 5 Sternen

-

Ausstattung

 
Preis (in Euro) 1600 
Vertrieb BenQ, Oberhausen 
Telefon 0208 409420 
Internet www.benq.de 
Lumen (Lt. Hersteller) 3000 
Lumen (gemessen im eco-mode) 890 
Bildhelligkeit (bei 6500 Kelvin) ...schwarz/weiß 0.37/800 
ANSI-Kontrast 137:1 
Full-on- / Full-off-Kontrast 2162:1 
Ausleuchtung (in %) 94 
Betriebsgeräusch (0,5m/dB(A)) (in dB) < 30 dB 
minimaler/ maximaler Abstand (bei 2m Bildbreite) (in m) 2.26/2.94 
Projektionsverhältnis/ Zoomfaktor 1,13-1,47:1/1.3 
Gamma (D65) 1.8 
Abmessungen B x H x T (in cm)/ Gewicht (in Kg) 380/127/263/4.2 
Stromverbr. Aus/ Standby/ Betrieb –/< 0,3 W/315 W / 240 W (Eco) 
Lampenart/ Lampenleistung UHP 245 W 
Preis Ersatzlampe 300 
Lebensdauer Lampe (in Std) standard/eco; Kosten pro Std (in cent) 4000 / 15000/3 
Projektionsprinzip DLP 0.47’’ 
Native Auflösung 1920 x 1080 (3840 x 2160 mit XPR2-Technologie) 
3D-Verfahren Frame-Packing (Full HD 3D), Top-and-Bottom Frame Sequential (3D Ready) 
...Video/ S-Video Nein / Nein 
...Komponenten/ SCART Nein / Nein 
...VGA/ RGB/ DVI/ HDMI Nein / Nein / Nein / Ja 
...Audio/ 12 Volt Trigger/ RS-232C Ja / Ja / Ja 
...Full HD Ja 
Motorischer Zoom/ Fokus Nein / Nein 
Rückpro/ Deckenpro Ja / Ja 
Trapezausgleich Ja /-30° automatisch 
Lens-Shift (manuell/motorisch) Ja / Nein 
Formatumschaltung 16:9 (6 wählbare Seitenverhältnisse) 
Fernbedienung/ Beleuchtet Ja / Ja 
Signalkompatiblität 480i, 480p, 576i, 576p, 720p, 1080i, 1080p, 2160p‎ 
Besonderheiten Media-Reader integriert, adaptive Iris 
Preis/Leistung sehr gut 
+ hohe Lichtausbeute 
+ sehr gute HDR-Umsetzung 
- Nein 
Klasse Spitzenklasse 
Testurteil ausgezeichnet 

Bewertung

 
Bild 60% :
Kontrast 10%
Farbwiedergabe 10%
Schärfe 10%
Geometrie 10%
Rauschen 10%
Bildruhe 10%
Praxis 15% :
Zoomfaktor 5%
Lüftergeräusche 5%
Betriebskosten 5%
Bedienung 15% :
Gerät 5%
Fernbedienung 5%
Menüs 5%
Ausstattung 5% :
Ausstattung 5%
Verarbeitung 5% :
Verarbeitung 5%

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