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Kategorie: AV-Verstärker
20.10.2015

Einzeltest: Primare SPA22

Nordlicht

388
Heinz Köhler
Heinz Köhler

Dass Geräte aus dem Hause Primare nicht nur zeitlos schön und elegant sind, sondern auch mit erstklassigem Klang aufwarten, dürfte jedem HiFi- und Heimkino-Feinschmecker bekannt sein. Das pure mehrkanalige Klangvergnügen verspricht auch der AV-Verstärker SPA22, den wir Ihnen auf keinen Fall vorenthalten wollen.

Sight, Sound, Soul“, so lautet der Titel des Handbuchs zum SPA22. In dieser Reihenfolge gestaltet sich auch der Test des AV-Verstärkers.

Sight


Mit seinem schnörkellosen Design – gerade einmal vier dezente Tipptasten, zwei massive Drehregler und ein relativ kleines Display befinden sich auf der Frontplatte – präsentiert sich der SPA22 äußerst wohnraumtauglich und zurückhaltend. Als weitere eigenständige Designmerkmale sind zudem die solide Frontplatte etwas vom Gehäuse abgesetzt und der gesamte Verstärker auf drei großen, resonanzdämpfenden Füßen gelagert. Auch die Anschlussseite präsentiert sich sehr aufgeräumt und übersichtlich. Dies aber nicht etwa aufgrund einer geringen Anschlussvielfalt, sondern durch die modulare Bauweise bedingt, bei der die einzelnen Baugruppen zusammengefasst sind. Im oberen Bereich findet sich die Videosektion mit den HDMI-Buchsen und den analogen Videoanschlüssen, darunter die analoge Audiosektion und im unteren Bereich die fünf Lautsprecherausgänge. Das Digitalboard ist durch das „Installerboard“, auf der sich die Anschlüsse für Multiroom- und Triggersteuerung, sowie die externen Infrarotrepeater befinden, weit außen abgeschirmt untergebracht. Bei dieser Übersichtlichkeit lässt sich auch nach Anschluss aller Geräte sehr gut nachvollziehen, wohin deren Verkabelung zum Verstärker geführt wurde. Zwei Besonderheiten fallen hier noch auf: Die Endstufen der Frontkanäle lassen sich, sofern man für diese eine externe Zweikanalendstufe einsetzt, für die Befeuerung von zwei Surround-Back-Lautsprechern verwenden. Außerdem lassen sich die Anschlüsse des analogen 8-Kanal-Eingangs auch pärchenweise als Stereo- Analogeingang verwenden. Auch im Inneren des Verstärkers geht es sehr aufgeräumt zu. Das Schaltnetzteil und die Endstufen wurden, so weit es ging, im vorderen Bereich des Gehäuses unterbracht, um Einstreuungen in die anderen Baugruppen zu vermeiden; die Kühlkörper in der Mitte dienen als zusätzliche „Trennwand“. Die „normale“ Version des SPA22, so wie unser Testmuster, beinhaltet eine eher klassische technische Ausstattung mit Zielrichtung auf Musikliebhaber, die sich ein Heimkino mit Schwerpunkt auf erstklassigen Klang einrichten möchten. Die neuen Tonformate von Blu-ray lassen sich per mehrkanaligem (verlustfreiem) PCM über HDMI vom Player zum Verstärker leiten. Des Weiteren findet im SPA22 keine Wandlung oder Skalierung der Videosignale statt. Er gibt die Videosignale unberührt bis zu einer Auflösung von 1080p zum TV oder Projektor weiter. Für Heimkinofans, die weitere Features unbedingt benötigen, bietet Primare mit dem SPA22HD und dem SPA22 HD Video zwei Upgrade- Versionen des Verstärkers an.
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Preis: um 3500 Euro

Primare SPA22

Referenzklasse


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