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Kategorie: AV-Receiver
20.10.2015

Einzeltest: Denon AVR-X4400H

Der Universalist

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Jochen Schmitt
Jochen Schmitt

Wir haben den 9.2-Premium-AV-Receiver AVR-X4400H in die Redaktion zum Test bestellt, das kleinste der „Dickschiffe“ von Denon mit einer Frontklappe.

Der kommt ausstattungsseitig seinem großem Bruder AVR-X6400H gefährlich nah. Ob er sich ebenso souverän schlägt, klären wir im Messlabor und im Hörraum.Rund 1.600 Euro kostet der AV-Receiver und dafür erhalten Käufer eine Ausstattung, die es wirklich in sich hat. Alle drei immersiven Tonformate, also Auro-3D, Dolby Atmos und DTS:X, sind an Bord. Neun starke Endstufenkanäle für Lautsprecher-Konfigurationen bis hin zu 5.1.4 oder 7.1.2 befeuern Wohnzimmerkinos und Heimkinos mühelos. Ein besonderes Feature wird es mit einem Update geben: Dank cleverer Algorithmen können mit der DTS-Virtual:X-Technologie auch ohne Surround- bzw. Höhenlautsprecher 3D-Soundeffekte erzeugt werden, was besonders interessant für beengte Wohnzimmerkinos oder bestehende Anlagen ohne Erweiterungsmöglichkeiten sein dürfte. Dies wird auf alle DTS-Tonformate anwendbar sein. Wir sind schon sehr gespannt auf die Umsetzung und freuen uns auf das für das Frühjahr 2018 angekündigte Firmware-Update, das kostenfrei zur Verfügung gestellt wird.

Ausstattung

Der in Premium-Silber oder Schwarz erhältliche Denon übernimmt das Design des 6400 und ist sehr ansprechend verarbeitet. Die minimal geschwungene Metallfront, zwei große Drehregler links und rechts, ein dezenter Powertaster und das klasse ablesbare Display lassen ihn gediegen und elegant auftreten, allerdings auch kraftvoll und souverän wirken. An zentraler Position sitzt die Frontklappe, hinter der sich seltener benötigte Tasten und Funktionen verbergen. Hier sind eine USB-Schnittstelle, ein HDMI-Eingang, der 6,3-mm- Kopfhöreranschluss sowie die 3,5-mm-Buchse für das Einmessmikrofon zu finden. Zudem lassen sich eine Audio- und eine Videoquelle an den dafür bereitgestellten Cinchbuchsen anschließen. Alle acht HDMI-Eingänge, davon sieben auf der Rückseite, und drei HDMI-Ausgänge sind HDCP2.2- fähig und können somit 4K/Ultra-HD-Inhalte mit 50/60 Hz (Full-Rate) und 4:4:4 Pure Color 4K Passthrough verarbeiten. Standard- und HD-Videoquellen werden wahlweise auf eine Auflösung von bis zu 4K mit 50/60 Hz hochskaliert. Absolut up to date ist der AVR-X4400H durch die Unterstützung der neuesten Standards Dolby Vision, HDR10 und HLG (Hybrid Log Gamma). Der ARC-Ausgang des AV-Receivers wurde zu einem „Enhanced Audio Return Channel“, also eARC, aufgewertet und ist somit in der Lage Dolby TrueHD, Dolby Atmos, DTS-HD und DTS:X wiederzugeben. Damit können diese Formate dann im Heimkino wiedergegeben werden, sollten beispielsweise Streaming-Apps der Fernsehhersteller benutzt werden. Auro-3D-Fans werden sich darüber freuen, Dolby-Atmos-Upfiring-Lautsprecher für das Tonformat Auro-3D nutzen zu können. Beim Vorgänger war noch Denons eigener 24-Bit-Digitalfilter-Algorithmus „AL 24 Processing Plus“ für die Digitalsektion verantwortlich, wobei 24 Bit an die 32-Bit-Wandler für die Front-L/R-Signale weitergegeben wurden. Jetzt reicht der AVR-X4400H 32 Bit für alle Kanäle (bis zu 11.2) weiter. Beste Voraussetzungen also für Signalgleichheit und um HiRes-Audioformate wie ALAC, FLAC, WAV mit bis zu 24-Bit/192 kHz oder DSD-Audio mit 2,8/5,6 MHz wiederzugeben.
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Preis: um 1600 Euro

Denon AVR-X4400H

Spitzenklasse

5.0 von 5 Sternen

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