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Kategorie: Audiokabel analog
20.10.2015

Einzeltest: In-Akustik Referenz Phono 2404

Luftnummer

13689
Holger Barske
Holger Barske

Richtig, ich hab so meine Probleme mit dem Kabelthema. Schön, wenn mal jemand physikalisch so Überzeugendes in dieser Hinsicht abliefert, dass mich das wirklich interessiertDer im Badischen beheimatete Hersteller In-Akustik macht schon seit Jahrzehnten eigene Leitungen und ist dabei immer sehr „voodoo-unverdächtig“ zu Werke gegangen.

Und jetzt das: eine Top-Kabellinie mit dem Durchmesser eines Gartenschlauchs und vielen salbungs- und geheimnisvollen Worten in der Produktbeschreibung. Das Phonokabel aus der Reihe kostet zudem an die 1.000 Euro, was mich gemeinhin nicht zu Begeisterungsstürmen hinreißt. Hier allerdings ist‘s etwas anders, hier regiert nämlich die Physik. Das Kabel besteht im Wesentlichen – aus Luft. Den Signaltransport übernehmen pro Kanal zwei Kupferleiter, die auf eine sehr spezielle Art im Kabel positioniert werden: Eine überaus aufwendige Anordnung von gelochten Scheiben und Abstandshaltern stellt eine Art Gerüst dar, durch das die Signalleiter mit maximaler Distanz zueinander und genau dimensioniertem Drall geführt werden. Darüber wird ein recht grobmaschiges Abschirmgeflecht gezogen, das mit einer eigenen, mittig durchs Kabel verlaufenden Leitung einseitig geerdet wird. Zum Schutz gibt’s darüber noch einen Kunststoffgefl echtmantel. Der Sinn dieses hochkomplexen Aufbaus besteht darin, ein Kabel mit möglichst geringer Kapazität (dafür sorgt der große Abstand zwischen den Leitern) und Induktivität (da hilft die verdrillte Anordnung der vier Leiter) zu schaffen. Zusammen mit dem Widerstand der Leiter sind das die einzigen Parameter, mit denen ein Kabel das Signal beeinflussen kann, und eine Minimierung dieser Größen ist das, was einen neutralen Leiter ausmacht. Die Lösung, die In-Akustik hier gefunden hat, ist erfreulich konsequent, aber äußerst aufwendig in der Fertigung: Hier gibt’s keinen Kabelstrang, der fertig aus einer Maschine läuft und nur abgelängt und konfektioniert werden muss. Alle Leitungen der „Referenz-Selektion“-Baureihe werden mühsam per Hand aus einer Vielzahl von Teilen zusammengebaut. Um das Kabel überhaupt anschließen zu können, muss man das System an den Enden notgedrungen torpedieren: Hier gibt’s rund 20 Zentimeter lange Anschlussstücke, die konventionell aufgebaut sind. Aus gleicher Baureihe gibt’s auch Lautsprecher- und Hochpegelsignalkabel. Unser Musterkabel ist auf der einen Seite mit den hauseigenen rhodinierten Cinch-Steckern versehen, auf der anderen mit einem geraden SME-Tonarmstecker. Da die Leitungen nach Kundenwunsch gefertigt werden, sind andere Konfigurationen machbar. Am Übergang des „Air-Helix“- Kabels zu den Anschlussstücken sitzen Aluminiumkappen. Die ganze Leitung ist erstaunlich leicht – kein Wunder, ist doch hier ganz viel Luft im Spiel. Klanglich funktioniert das Kabel ausgezeichnet. Bedingt durch seine geringe Filterwirkung tönt es etwas frischer obenherum, es geht aber auch extrem detailliert und aufgeräumt zur Sache. Gerade mit einem extrem hochauflösenden Abtaster wie dem Lyra Etna ist es erstaunlich, wie groß das Mehr an Informationen ist, das sich mit einer solchen Leitung transportieren lässt. Funktioniert super, ich bin geneigt, die anderen Leitungen der Reihe auch auszuprobieren.

Fazit

Physik gewinnt: In-Akustiks großes Phonokabel ist ein Musterbeispiel dafür, wie konsequenter Technikeinsatz bei einem Kabel für ausgezeichnete Ergebnisse sorgen kann.

Preis: um 870 Euro

In-Akustik Referenz Phono 2404


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Ausstattung

 
Vertrieb In-Akustik, Ballrechten-Dottingen 
Telefon 07634 56100 
Internet www.inakustik.de 
Garantie 2 Jahre 
Unterm Strich ... Physik gewinnt: In-Akustiks großes Phonokabel ist ein Musterbeispiel dafür, wie konsequenter Technikeinsatz bei einem Kabel für ausgezeichnete Ergebnisse sorgen kann. 

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