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Kategorie: Aktivlautsprecher
20.10.2015

Einzeltest: Dynaudio Xeo 3

Tradition und Moderne

Aktivlautsprecher Dynaudio Xeo 3 im Test, Bild 1
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Der neueste Streich aus den Entwicklungslabors von Dynaudio hört auf den Namen Xeo. Dabei handelt es sich um mehr als eine neue Lautsprecherserie.

Die Dänen kommen nämlich mit einem Anlagenkonzept um die Ecke, das irgendwo zwischen modernem Plug-and-play-Multiroom-HiFi und traditionellem Lautsprecher-High-End anzusiedeln ist. Das klingt natürlich spannend, deshalb schauen wir uns das Ganze einmal genauer an.Die Xeo-Serie wurde jüngst auf der CES 2012 in Las Vegas vorgestellt und man merkte Dynaudio an, dass auf diesem Konzept ganz große Hoffnungen ruhen. Der neue Ansatz wird für den EINSNULL-Leser wahrscheinlich so neu kaum sein: Es geht weg von der klassischen HiFi-Kette aus Zuspieler, Vorstufe, Endstufe und Lautsprecher und dafür hin zum digitalen Überall-Musikhören – nebst integrierter HiFi-Geräte, die entweder komplett unsichtbar sind oder kaum mehr als HiFi wahrgenommen werden. Das Xeo-System gehört in die Kategorie der Aktivlautsprecher, ein separater Endverstärker entfällt also von vornherein. Bei Xeo entfällt allerdings noch eine ganze Menge mehr. Für die von uns bevorzugten digitalen Ketten bedeutet das: keine Wandler, keine Transports, keine Gedanken ans Einrichten von Netzwerk & Co. Alles schon drin, oder, wie Dynaudio selbst es ausdrückt: „Unplug and play“. Das trifft die Sache ziemlich genau. Ein Xeo-Setup besteht prinzipiell aus einem Funktransmitter, der alle möglichen analogen und digitalen Quellen aufnimmt, und zwei oder mehr Lautsprecherboxen, die nach Belieben in der Wohnung verteilt werden können. Außer den Stromversorgungsstrippen muss kein einziges Kabel gezogen werden. Das Plug (bzw. Unplug) and play funktioniert übrigens hervorragend – so viel sei schon verraten. In unserem Messparcours wie auch beim Inbetriebnehmen in Büro und Hörraum war es wirklich so: Stecker in die Steckdose, irgendeine Quelle dran, anschalten, spielt! Die Xeos sind zurzeit in zwei Varianten erhältlich. Es gibt eine schlanke Standbox mit Namen Xeo 5, die mit zwei 13-cm-Midwoofern bestückt ist, sowie die Xeo 3, eine Kompaktbox mit Einfachbestückung. Dazu wird der Xeo-Transmitter gereicht, der zwingend zum Betrieb erforderlich ist. Der Transmitter ist ein kleines, unscheinbares Kästchen, das per Funk die Lautsprecher mit Musiksignal versorgt. Es lassen sich natürlich mehrere Lautsprecherpärchen versorgen, so dass sich völlig unkomplizierte Multiroom- Systeme aufbauen lassen. Der Transmitter kann auf drei Kanälen senden, so dass (mit mehreren Transmittern) auch unterschiedliche Musik gefunkt werden kann. Lautsprecher, die in den gleichen Raum geschaltet sind, werden gemeinsam laut/leise gestellt oder ein-/ ausgeschaltet. Dies geschieht über eine Infrarot-Fernbedienung, man muss also auf einen (beliebigen) Lautsprecher zielen. Das Transmitterböxchen ist durchaus anschlussfreudig, analog geht es per Cinch oder Klinke rein, so dass von MP3-Player oder iPad bis zu CD-Player oder Phonovorstufe alles spielbar ist. Digital stehen ein optischer Eingang (Toslink) sowie ein Mini- USB bereit. Dies sind natürlich für uns die interessanteren Quellen und auch hier gilt das oben Gesagte: anschließen und spielt. Kommen wir zur Qualität. Die Funkstrecke der Xeos sendet auf dem frei benutzbaren ISM-Band zwischen 2,4 und 2,5 GHz. Damit befindet sich das Xeo in bester Gesellschaft vom Babyfon über den Funkkopfhörer bis hin zu Bluetooth und WLAN. Störungen traten im Test keine auf, obwohl unser Äther stets wohlgefüllt ist. Die Übertragung geschieht in 16 Bit/48 kHz, also in CD-Qualität. Der optische Digitaleingang verkraftet dabei auch höher aufgelöste Musik, beim USB tut’s in jedem Fall ein Standard- Windows, Mac-User kennen solcherlei Probleme ohnehin kaum. So geht es dann in die Lautsprecher. Die kleine Xeo 3 ist selbstverständlich genau auf die Anwendung in der digitalen Musikkette zugeschnitten. Bei aller Hausfrauen-Kompatibilität ist die Xeo 3 keinesfalls schnell mal eben gemachtes Convenience-Hi-Fi, sondern ein ernst zu nehmender Lautsprecher. Sauber gefrästes MDF, hochglänzendes Klavierlackfinish und hochmoderne Komponenten lassen die Xeo 3 äußerst hochwertig und edel erscheinen. Der Hochtöner ist eine vollwertige 28-mm-Kalotte im typischen Dynaudio-Stil. Eine hauchfeine und durchsichtige Membran, die außen geführten Schwingspulenzuleitungen und die große Belüftungsbohrung verraten das dänische High-End-Produkt. Verwandte dieses Hochtöners tragen seit Jahrzehnten zum exzellenten Klang der Dynaudio-Boxen bei. Der Tiefmitteltöner ist zwar mit seinen 13 Zentimetern Nenndurchmesser eine zierliche Erscheinung, doch auch hier haben wir Lautsprecherbau vom Feinsten vor uns. Dynaudio-like ist der recht stattliche Schwingspulendurchmesser von 38 Millimetern – damit werden anderswo auch Subwoofer angetrieben. Die Wickelhöhe der Schwingspule kann sich ebenfalls sehen lassen: Der Überhang über die Polplatte ist ein Indikator für den linear möglichen Hub, und er beträgt ca. 6 Millimeter! Ein Langhub-13er also, der auch bei tieferen Frequenzen nicht einknickt. Ebenfalls auf den ersten Blick als Dynaudio zu erkennen ist die Membran aus Kunststoff . Diese ist wie immer aus einem Stück im Tiefziehverfahren inklusive Dustcap entstanden und weist natürlich den typischen formschlüssigen Übergang zum Spulenträger auf. Eine absolut vollwertige Box auf höchstem Materialniveau haben wir mit der Xeo 3 vor uns. Dazu kommt eine Elektronik, die man nur als hoch integriert und hypermodern bezeichnen kann. Statt eines dicken Ringkerntrafos finden wir beim zweiten Hinsehen ein zierliches Schaltnetzteil. Aha, es wird wohl effizient. Und eine diskrete Endstufenschaltung sucht man glatt vergebens. Immerhin müssen auf der kleinen oberen Platine zuallermindest eine D/A-Wandlung, eine Signalaufbereitung mit Auftrennung der Frequenzen auf die Lautsprecher und schließlich eine zweikanalige Endverstärkung vorhanden sein (wenn auch nicht in dieser Reihenfolge)! Kühlkörper, Leistungstransistoren? Fehlanzeige. Direkt, bevor es zu den Speakern geht, findet sich eine verdächtige Tiefpassfilterung. Eine Class-D-Endstufe also. Unmittelbar davor sitzt ein kleiner Chip von Texas Instruments, und der hat es in sich. Dieses gerade 7 x 7 Millimeter große Teil übernimmt die gesamte Verstärkung! Der Chip will sein Signal digital haben und kann ein wenig Equalizing. Andere Signalverarbeitung ist auch an Bord der Xeo, das belegen die Messungen. Ein klitzekleiner Kühlkörper auf der Platinenunterseite findet sich dann doch noch. Ich finde, die Sache hat durchaus Charme: Das Dynaudio Xeo funktioniert bis zwei Zentimeter vor den Lautsprecheranschlüssen digital. Klar musste das Teil am Messplatz zeigen, was es drauf hat. Das Ergebnis: 31 Watt am Tieftöner und 17 am Hochtöner. Dazu recht geringe Verzerrungen von nur 0,07 % THD an 5 Watt. Der großzügige Hochtöner erlaubt eine tiefe Trennfrequenz von nur 1,5 kHz, der Tieftöner wird bei 700 Hz korrigiert, bekommt im Bass ein dezentes dB mehr Pegel von der Endstufe und zu guter Letzt ein schön steilfl ankiges Subsonicfi lter knapp unter 40 Hz. Eine saubere Sache. Den großen Auftritt haben die Xeos dann im Hörraum. Bereits bei den ersten Tönen von Donald Fagens Morph the Cat mit dem satt aufgenommenen Groove aus Schlagzeug und E-Bass zaubert die Xeo ein vollmundiges und dabei perfekt aufgeräumtes Klangbild. Es gibt vollkommen ausreichend Tiefgang und eine gehörige Portion Schmackes. Das klingt weder nach Kompaktbox noch übertrieben. Friedemanns „The Concert“ kommt erwartungsgemäß mit überwältigendem Raumeindruck, der Dynaudio-Hochtöner trifft auch hier den Punkt. Schön neutral und ohne jedes Imponiergehabe ist er jederzeit da, wenn er gefordert wird. Johnny Cash macht über die Xeo das, was er am besten kann: Gänsehaut! Sein sonores Organ knarzt in allerbester Manier mit Körper und Ausdruck. Auch die hervorragend produzierte „Ink“ von Livingston Taylor geht mit Intimität und Atmosphäre auf höchstem Niveau unter die Haut. Tool steuert die „Lateralus“ bei, um auch mal ein wenig Vollgasanteil in den Hörraum zu bringen. Die komplexen Läufe bleiben immer schön durchhörbar, der Einsatz der verzerrten Gitarren schlägt unmittelbar zu. Wenn dann die bösartigen Sounds von Kraftwerks „minimum-maximum“ bemüht werden, ist die Illusion perfekt. Das viel bemühte Klischee trifft im Fall der Xeo 3 so dermaßen zu: Mit ihrem vollen Bassbereich schaffen sie die akustische Größe, mit dem sauberen Auftreten über den gesamten Frequenzbereich stellen sie die unnatürlich harten Synthiesounds messerscharf in den Hörraum. Der weite Raum ist auf Abruf da – ein Paradebeispiel fürs Thema kleine Box ganz groß! Diese klanglichen Qualitäten lässt Dynaudio sich mit 1.500 Euro fürs spielfertige Set aus Transmitter und einem Pärchen Xeo 3 vergüten. Dafür gibt’s Lautsprecher mit einer über jeden Zweifel erhabenen Bestückung und ein modernes Konzept, das genauso blitzschnell zu installieren ist wie auch den höchsten klanglichen Ansprüchen gerecht wird. Das kann man im Wortsinn nur preiswert nennen.FazitMit dem Xeo-Konzept erhält man eine zeitgemäße HiFi-Lösung, die mit minimalem Einrichtungsaufwand aus allen erdenklichen Quellen Musik macht. Und mit den Xeo-Lautsprechern erhält man feinstes dänisches Engineering, wie man es erwartet. Beides zusammen ergibt eine HiFi-Kette ohne Gerätepark, die klanglich einfach überzeugt.

Preis: um 1500 Euro

Dynaudio Xeo 3


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Ausstattung

 
Maße (B x H x T): 170 x 281 x 246 mm 
Eingäne: analog RCA analog Klinke 3,5 mm digital optisch, USB 
Oberflächen: Klavierlack weiß, Klavierlack schwarz 

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