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News Kategorie: HiFi
14.09.2021 13:16 Uhr

DAB+ (1): So ist der aktuelle Digitalradio-Stand in Deutschland

HiFi

Jochen Wieloch
Jochen Wieloch

DAB+, der digitale Nachfolger von UKW, ist auch im zweiten Halbjahr 2021 wichtigster Treiber der Digitalisierung des Hörfunks.

Mit über fünf Millionen DAB+ Radios mehr als noch im Vorjahr, haben immer mehr Menschen in Deutschland Zugang zu digital-terrestrischem Rundfunk. Rund 300 Radioprogramme sind in den nächsten Wochen insgesamt regional unterschiedlich über DAB+ verfügbar; gut 100 davon werden ausschließlich digital ausgestrahlt. Anbei eine Übersicht zum Stand von DAB+ Digitalradio in Deutschland

Nationales Programmangebot

Seit 5. Oktober 2020 ist die zweite Plattform, der zweite nationale Multiplex, auf Sendung. Mit einer mehr als 70 Standorte umfassenden, bundesweiten Sender-Infrastruktur erreichen die bis zu 16 neuen Privatradioprogramme vor allem in Ballungsräumen rund 63 Millionen Hörerinnen und Hörer. Das entspricht einem Bevölkerungsanteil von 83 Prozent. Bekannte Programmmarken wie RTL Radio, Antenne Bayern, die Absolut Gruppe sowie die Special Interest Formate des Anbieters Teutocast werten das bundesweite Angebot auf.

In der ersten nationalen DAB+ Programmplattform sind neben den Deutschlandradio-Programmen Deutschlandfunk, Deutschlandfunk Kultur, Deutschlandfunk Nova und dem Digitalkanal Deutschlandfunk Dokumente und Debatten zahlreiche weitere private Radioprogramme zu hören. Die auf UKW nur lokal oder regional empfangbaren Privatsender Radio BOB!, sunshine live, Klassik Radio oder Schwarzwaldradio sind über DAB+ in ganz Deutschland terrestrisch verfügbar. Die privaten Programme Absolut Relax, Energy (national), Radio Schlagerparadies und ERF Plus gibt es terrestrisch nur auf DAB+.

Die Pläne von Deutschlandradio

Deutschlandradio setzt sein Engagement für DAB+ fort. Nachdem Sachsen-Anhalt Ende letzten Jahres die Anpassung des Rundfunkbeitrags blockierte, musste Deutschlandradio die Beauftragung mehrerer neuer DAB+ Sender zunächst aussetzen. Nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum Rundfunkbeitrag wurde der Aufbau nun erneut beauftragt. Damit können im kommenden Jahr sechs weitere Standorte in Betrieb gehen. Mit neuen Sendern in Baden-Württemberg, Bayern, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein sollen verbliebene Lücken im Sendernetz geschlossen und die Empfangsmöglichkeiten in der Region deutlich verbessert werden.

Durch den Ausbau wächst das Sendernetz der ersten nationalen Programmplattform auf insgesamt 155 Standorte. Gegenwärtig sind 147 Sender im Betrieb, in den kommenden Monaten kommen ein reichweitenstarker Sender in Schöppingen (NRW) und ein weiterer Standort in Wismar hinzu. Die sechs neuen Standorte in Hennstedt, Güstrow, Torgelow, Petkus, Reutlingen und Pfaffenhoffen werden schrittweise ab April 2022 aufgeschaltet. Auch danach geht der Ausbau weiter.

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