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Focal (Home) - Profil

Begonnen hat die Erfolgsgeschichte von Focal 1979, als der junge, beim französischen Treiberspezialisten Audax tätige Ingenieur Jacques Mahul in der väterlichen Fabrik für Präzisionsmechanik einen kleinen Bereich einrichtete, um dort Lautsprecherchassis zu entwickeln und zu fertigen. Schnell wurden die Kreationen bekannt, auch weil Jaques Mahul als Fachredakteur bei der renommierten Zeitschrift L‘Audiophile viele Artikel zum Thema Chassis und Lautsprecher schrieb.

1981 erreichte Focal einen ersten Meilenstein in der Firmengeschichte, als Mahul einen Hochtöner mit invertierter Kalotte ersann. Unzufrieden mit üblichen Gewebekalotten, die ihm unter anderem nicht rigide genug waren, kam er auf die bahnbrechende Idee, die Kalotte nach innen zu wölben. So lässt sich die Kraftkopplung zwischen Membran und Spule besser realisieren, da die Spule nicht am Rand der Kalotte andockt, sondern direkt an der Membran. Hier zeigte sich, dass Focal schon in den Anfängen immer darauf bedacht war, die wichtigsten Parameter der Chassis-Technologie miteinander in Einklang zu bringen, statt ein oder zwei von ihnen zum Nachteil aller anderen zu optimieren. Denn eine Membran sollte so leicht wie möglich sein, um sowohl schnelle Auslenkungen zu ermöglichen als auch abrupt stoppen zu können. Zudem muss sie aber steif sein, um unerwünschten Eigenbewegungen vorzubeugen. Als Letztes sollten sie so resonanzarm wie möglich sein, um keine Verfärbungen im Klangbild zu erzeugen.

Diese Einstellung führte 2002 zu den berühmten Kalotten aus Beryllium. Obwohl es schwierig zu verarbeiten und extrem teuer ist, haben die Eigenschaften dieses Grundelements die Focal-Ingenieure überzeugt. Beryllium hat die dreifache Steifigkeit von Titan, ist aber sehr viel leichter. So wiegt die nur 0,025 Millimeter dünne Kalotte, die Focal in ihren Top-Modellreihen Electra, Sopra und Utopia einsetzt, nur 0,02 Gramm und besitzt keinerlei Eigenresonanzen.

Dass so ein Hochtöner die Messlatte für die anderen Chassis höher legt, war Focal natürlich bewusst. Deshalb ersann die Kreativabteilung das W-Membran-Sandwich. Es besteht aus zwei Lagen Glasfaserfolie mit einer Zwischenschicht aus Kunstschaum (Rohacell). Auch hier ist das Ergebnis ein leichter Konus mit guter innerer Dämpfung, der aber dennoch sehr steif ist. So ist eine W-Membran rund 90mal rigider als ein gleich geformter Konus aus Aluminium.

Da die Fertigung von W-Membran-Chassis viel Handarbeit und eine aufwendige Bearbeitung mittels Laser erfordert, war es Focal ein Bedürfnis, so viele dieser positiven Eigenschaften wie möglich in erschwinglichere Regionen zu verlagern. Aus diesem Gedanken entstanden die 2013 vorgestellten und patentierten Flachsmembran-Chassis, die in der Aria-Familie eingesetzt werden. Auch hier werden Vorteile eines Sandwich-Aufbaus genutzt – mit einem Geflecht aus der Rohfaser, die sonst als Basis für Leinenstoff dient.

Neuerliche patentierte Entwicklungen gab es dann 2015 bei der Sopra-Familie. Eines davon ist das Infinite-Horn-Loading-Gehäuse (IHL), das dem Hochtöner ein unendliches Luftvolumen bietet. Auch die TMD-Sicke des Mitteltöners, die durch bewusste Verdickungen gleichmäßigere Bewegung der Sicken ermöglichen und Auslöschungen vermeidet, zeugt von der ungebrochenen Erfindungsreichtum in Saint Étienne. Sie kommt nicht nur in den Sopra-Lautsprechern, sondern seit 2017 auch in den Utopia-Evo-Modellen zum Einsatz.

Für Furore sorgte Focal auch mit den Kopfhörern Elear und Utopia, bei denen man nicht nur eine neue Membranform mit dem Namen M-Shape ersann, sondern praktisch alles, was bisherige Kopfhörertechnologien darstellte, auf den Prüfstand brachte. Das Ergebnis sind Kopfhörer, die man mit Fug und Recht als „tragbare Lautsprecher“ bezeichnen kann.

So setzt sich die Marke weiterhin zum Ziel, Lautsprecher für unterschiedlichste Anwendungen anzubieten, denen allen eines zu eigen ist: mit unverfärbter Klangwiedergabe, großem Detailreichtum und intensiver Spielfreude höchsten Musikgenuss zu vermitteln.

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